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Mit Griffel und Tafelläppchen

"I-Männchen" trafen sich nach 40 Jahren wieder / 38 ehemalige Volksschüler hatten "Nachsitzen" bei Lehrer Günter Gall
Fotos: Henning Prill
Freudenberg. (hep) "Mensch, wo sind deine schönen Locken von damals geblieben?", fragte die Mutter von zwei Kindern ihren ehemaligen Klassenkameraden. Mittlerweile ebenfalls mehrfacher Vater geworden, greift sich das einstige Lockenköpfchen etwas verlegen an die "hohe Stirn". Beim Cafe Dörner in der historischen Altstadt, trafen sich die ehemaligen Schüler und Schülerinnen des Jahrgang 1956/57 um sich gemeinsam an ihren ersten "Schultütentag" zu erinnern. Am 17. April 1963 begann der erste Schultag mit den Lehrern Ferdinand Ratte, Günter Gall und dem mittlerweile verstorbenen Karl Werhahn. In zwei evangelischen und einer katholischen Klasse begann für die "Flecker" der Ernst des Lebens. Auf die Idee zu diesem Klassentreffen kam das Trio Rolf Ermert, Günter Losch und Reinhard Kray. Beim Grundschulrektor Rolf Aufschläger fanden die drei ehemaligen "I-Männchen" tatkräftige Unterstützung. Die alten Klassenbücher gaben zumindest Aufschluss über die Namen der Schüler. In detektivischer Kleinarbeit und vielen Stunden am Telefon konnten von 95 Kindern fast 80 ausfindig gemacht werden.

Mit manchem Rätselraten und der Frage bist du nicht der "?", begann für die 39 Anwesenden ein Ausflug in die längst vergangene Kinderzeit. Da erinnerte man sich an den Klassenbesten Fußballer, der öfters mit dem "Teilchen" in der Hand hinter der Tafel stehen musste, weil der Lehrer mal wieder anderer Meinung war. In Religion und Heimatkunde hatte Reinhard immer eine beste Note, aber bei den anderen Fächern wurde es dann schon mal etwas eng. Und dann war da ja noch der "Jungenschwarm" Ursula M., diesen Blondschopf mochten fast alle Jungen. Ebenfalls in Erinnerung geblieben, war der "Flötensprung" von Lehrer Günter Gall. Beim hineinblasen in das Musikinstrument flutschte die Flöte aus der Hand und Lehrer Gall versuchte hinterher zu springen. Zur Freude aller anwesenden Kinder, purzelte das Instrument durch das Klassenzimmer.

Zum Treffen kamen Jürgen Baum, Otmar Kalmbach, Christa Butz, Bernd Heuzeroth, Axel Hake, Christel Friedrich, Brigitte Steiger, Uwe Vogel, Gerd Hoffmann, Wolfgang Hofmann, Annette Nollen, Susanne Stahl, Ursula Kulczycki, Lutz Linke, Rolf Sänger, Rolf Ermert, Reinhard Kray, Günter Losch, Martina Röcher, Karin Bäumer, Heike Steitz, Annette Spetmann, Sigurd Sänger, Regina Hoffmann, Regina Bald, Helga Wissel, Ulrike Augsten, Helga Mayser, Gabriele Lück, Frank Feige, Reiner Schumacher, Andreas Bender, Jutta Irle, Dietmar Klein, Birgit Klein, Eberhard Kuhn, Ursula Hombach, Irene Quast und Günter Gall als ehemaliger Lehrer. Den weitesten Weg hatte Annette Spetmann - sie kam aus Ravensburg zum Klassentreffen. Von der anderen Seite der Erdkugel meldete sich Cornelia Dickel aus Mexico. Wegen der großen Entfernung musste sie das Einschulungs-Treffen ´63 leider "schwänzen".


Ein Ausflug an die Biggetalsperre